Bogart

Wurfdatum: 25.10.2014
Rüde, nicht kastriert, ca. 75 cm, ca. 50 kg
Abstammung: unbekannt

Nach dem Tod seiner Besitzerin sucht Bogart ein neues, nicht zu turbulentes Zuhause. Er ist ein ruhiger und anhänglicher Hund, der Fremden gegenüber eher misstrauisch ist und auch nicht jeden anderen Hund gern mag.

Zuhause zeigt er Territorialverhalten und er bellt, wenn es an der Türe klingelt. Bogart kennt es, alleine zu bleiben und im Auto mitzufahren. Für Such- und Zerrspiele ist er gern zu haben. Er hört auf seine Besitzer, wenn auch manchmal nicht gleich auf das erste Wort. Er zeigt keinen ausgeprägten Jagdtrieb bei Spaziergängen. Andere Tiere kennt er nicht und Kleinkinder sind im nicht so geheuer.

Er befindet sich in der Nähe von Wesel in Nordrhein-Westfalen.

Beschreibung durch seinen Besitzer:

„Hallo, mein Name ist Bogart. Ich bin ein Hund – ein Hovawart…ein blonder Hovawart. Ich wurde am 25.10.2014 in Glandorf (Niedersachsen) geboren. Im Januar 2015 holte mich meine neue Familie nach Ginderich. Ich war super aufgeregt und wurde herzlichst in Empfang genommen. Mein Herrchen (damals 58) hat meinem Frauchen (damals 57) mit mir einen riesen Wunsch erfüllt.

Ich wurde sehr von meinem Frauchen verwöhnt. Es wurde sogar frisch für mich gekocht. Sie bediente mich wie ein Kind – selber hatte sie nie welche. Ich glaube, deshalb wurde mir auch nichts verboten und Regeln gab es auch fast gar keine. Das habe ich natürlich ausgenutzt. Ich ziehe an der Leine, gehe meinen eigenen Weg, verteidige mein Haus und Grund, beschütze mein Herrchen, teile mit Ihnen die Couch, mache keinen Platz wenn ich am Boden liege und die Grundkommandos ‚Sitz, Platz und Bleib‘ sind mir meistens auch zu lästig. Meistens bekomme ich mit meinem smarten Hächeln dann trotzdem eine Belohnung – auch wenn ich nichts gemacht habe.

Anfangs war das ganz lustig, aber als ich dann meine 40 Kilo erreicht habe und Besucher ansprang, gingen Frauchen und Herrchen mit mir zu diversen Hundeschulen. Das klappte auch immer hervorragend – ich bin ja kein doofer Hund. Ich mag Herausforderungen. Aber Herrchen und Frauchen dachten immer, dass ich alles erlernte auch einfach behalten würde – ohne dass sie mit mir trainieren. Ich hab denen natürlich bewiesen, dass das nicht geht. Ich habe Ansprüche. Und wenn Herrchen und Frauchen nicht konsequent sind, bin ich es auch nicht.

Im September 2020 ist mein Frauchen leider verstorben. Meine Welt war plötzlich ganz schön durcheinander. Aber inzwischen habe ich wieder alles im Griff. Auch mein Herrchen. Seit Neuestem kommen aber auch immer die Enkel seiner Tochter aus erster Ehe zu Besuch. Sehr oft. Mein Herrchen und dessen Tochter reden immer von An- und Umbau und dass dann alle bei mir wohnen wollen. Das nervt mich sehr. Vor allem weil ich die Kinder nicht mag. Die sind mir zu laut und zu wild.

Aus diesem Grund überlegen nun alle, ob ich nicht ein neues Herrchen oder Frauchen adoptieren sollte. Ich glaube, nach sieben verwöhnten Jahren bin ich noch immer bereit, für neue Erfahrungen und habe genug Energie, mein Leben auch nochmal etwas umzukrempeln. Disziplin und Aktivitäten tun mir sicherlich gut. Ok, ich bin etwas zickig und dickköpfig – aber das gehört ja zu einem Hovawart dazu – schließlich bin ich ein Hof- und Wachhund.“

Weitere Informationen und Kontakt über:

vermittlung@hovawarte-in-not.de